Dr. Deininger & Walther PartG mbB

Erbrecht · Vermögensnachfolge
Erbschaftsteuer · Bewertungen

Notizen

28.02.2011 22:29 | Christian Walther

Bekanntlich kommt es unter Geschwistern, die "unfreiwillig" Miterben des elterlichen Nachlasses werden, immer wieder zu heftigen und familienentzweienden Streitigkeiten. Gegenstand sind vielfach nachlassgegenständliche Vermietungsimmobilien, über deren gegenständliche Aufteilung keine Einigung erreicht werden kann.

Erblasser mit Weitblick können ihren Kindern solche Streitigkeiten ersparen.

Oft bietet in derartigen Fällen eine gesellschaftsvertragliche Lösung eine komfortable Möglichkeit. Die Vermietungsimmobilien werden dabei in eine noch von den Eltern gegründete Personengesellschaft eingebracht. Im Gesellschaftsvertrag wird bestimmt, dass die Gesellschaft mit den erbenden Kindern fortgeführt wird. In einem Erbfall treten die Kinder dann an die Stelle des Erblassers und werden unmittelbar und ohne weiteres Gesellschafter. Nicht einmal eine Erbauseinandersetzung muss hier erfolgen, denn die Beteiligung teilt sich automatisch entsprechend den Erbquoten unter den Erben auf. Die Kinder können dann im Weiteren entscheiden, ob sie in dieser Konstellation gemeinsam die Immobilien weiter verwalten oder durch Gesellschaftsbeendigung und Auseinandersetzung des Gesellschaftsvermögens die Immobilien aufteilen wollen; selbstverständlich können dafür in dem Gesellschaftsvertrag wieder praktische Regelungen zur gütlichen und schnellen Abwicklung vorgesehen werden...

Urheber: Christian Walther
Urheber: Christian Walther